Stress & Krisen besser meistern durch Resilienz

Schicksalsschläge, Trauer und Stress stecken Menschen unterschiedlich weg. Einige werden in eine tiefe Krise gestürzt, andere Leute bewahren trotz allem Mut und Zuversicht.

Wenn etwas nicht wie geplant läuft, ist Resilienz wichtig. Diese positive Charaktereigenschaft hilft, schwierige Lebenssituationen, traumatische Ereignisse und Krisen zu verarbeiten.

Welche Wege es gibt, die eigene Seele zu stärken und um die Widerstandskraft auch in stressigen Situationen aufrechterhalten zu können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Was bedeutet »Resilienz«?

Der Begriff Resilienz kommt aus der Psychologie. Er wird oft als Widerstandskraft bezeichnet. Damit ist die Fähigkeit von Menschen gemeint, mit Krisen und Ausnahmesituationen zurechtzukommen.

In neuerer Zeit wurde der Begriff Resilienz erweitert. Er schließt jetzt auch Widerstandsfähigkeit gegen Stress und psychische Belastung ein.

Resiliente Menschen sind wie Stehaufmännchen. Sie beugen sich zwar unter Druck, sobald der nachlässt, richten sie sich aber wieder auf.

Eigenschaften, die über Resilienz entscheiden

Resiliente Menschen haben bestimmte Charaktereigenschaften, die unterschiedlich ausgeprägt sein können.

1.) Optimismus

Resiliente Menschen sind von Natur aus optimistisch. Sie gewinnen entweder einer negativen Sache positive Aspekte ab oder sind davon überzeugt, dass sie früher oder später gut enden wird.

2.) Selbstvertrauen

Widerstandsfähige Menschen glauben an ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie sind davon überzeugt, dass sie die Probleme in den Griff bekommen können.

3.) Akzeptanz

Die Lebensauffassung resilienter Menschen besteht darin, das Leben so zu akzeptieren wie es ist. Es können nicht immer nur gute Dinge passieren. Krisen und Probleme sind normal und gehören dazu.

4.) Soziale Kontakte

Diese Fähigkeit wird auch als Networking bezeichnet. Resiliente Menschen bauen ein Netz von sozialen Kontakten auf. Wenn sie Unterstützung und Hilfe benötigen, greifen sie darauf zurück.

5.) Eigenverantwortung

Damit ist gemeint, dass man sich nicht als Opfer fühlt, das den Umständen hilflos ausgeliefert ist. Stattdessen suchen sie nach Lösungen.

6.) Lösungsorientierung

Wo andere nur Probleme sehen, suchen resiliente Menschen nach Auswegen aus dem Dilemma. Sie leben getreu dem Motto, dass jede Krise auch Chancen bietet.

Woher die psychische Widerstandskraft kommt, ist noch immer ungeklärt. Forscher wissen nur, dass sie sich bereits bei Kleinkindern ausbildet. Trotz widriger Umstände wie Alkoholismus und Depressionen der Eltern, Armut oder häuslicher Gewalt schaffen es viele Kinder, später ein erfolgreiches Leben zu führen.

Die Forscher vermuten, dass sie als Kleinkinder spürten, dass sie geliebt wurden und dass sie Gelegenheit bekamen, ihre Fähigkeiten zu beweisen.

Resilienz erlernen und trainieren

Durch bestimmte Methoden können Sie lernen, Ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krisen und Stress zu erhöhen.

Lernen Sie zu akzeptieren

Im Leben geht es immer auf und ab. Auch die längste Krise hat einmal ein Ende und danach geht es wieder aufwärts. Sich in einer schlechten Situation mit negativen Gedanken zu belasten, ist nutzlos und somit kontraproduktiv.

Glauben Sie an sich selbst

Treffen Sie Entscheidungen und schieben Sie diese nicht unnötig hinaus. Das erhöht den seelischen Druck nur noch mehr. Erinnern Sie sich dabei daran, wie Sie frühere Krisen gemeistert haben oder lassen Sie sich von Erfolgsgeschichten aus dem sozialen Umfeld oder der Kunst inspirieren.

Andere um Hilfe bitten

Anstatt die Probleme allein lösen zu wollen, suchen Sie Hilfe und Unterstützung beim Lebenspartner, der Familie oder Freunden. Oft hilft es bereits, wenn Betroffene ihr Herz ausschütten können.

Die eigenen Grenzen kennen

Nicht für alle Probleme oder Krisen gibt es eine Lösung. Manche muss man einfach aussitzen. Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Resiliente Menschen machen das beste aus ihren Fähigkeiten und können auch eine Niederlage verkraften.

Erholung suchen

Das ist sehr wichtig, um neue psychische Energie zu tanken. Erholung sieht für jeden anders aus. Manche lieben es, Zeit mit der Familie zu verbringen. Andere arbeiten im Garten, engagieren sich im Verein oder haben ein Hobby. Wichtig ist, dass Sie etwas tun, was Ihnen Spaß macht und bei dem Sie Kontakte mit anderen Menschen pflegen.

Rauschmittel wie Alkohol und Drogen stärken nicht die psychische Widerstandskraft, im Gegenteil, sie wird dadurch geschwächt.

Fazit: Resilienz ist wichtig und kann trainiert werden

Wie groß die Widerstandsfähigkeit eines Menschen gegen Krisensituationen, außergewöhnliche Belastung und Stress ist, entscheidet sich in der frühen Kindheit.

Diese Fähigkeit, Resilienz genannt, können Sie jedoch auch als Erwachsener trainieren. Im Grunde genommen geht es darum, aus Ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten das Beste zu machen und zu akzeptieren, dass es manchmal auch Niederlagen gibt.

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