Arbeiten von Zuhause – Der Traum vieler Angestellter

Viele Arbeitnehmer träumen davon, ihr Geld durch Telearbeit oder Heimarbeit zu verdienen. Zwar bieten sich durch das Internet in den Bereichen Home-Office und Telearbeitsplatz ganz neue Möglichkeiten, trotzdem ist das Konzept in Deutschland noch relativ wenig verbreitet.

Was genau bedeutet Telearbeit?

Telearbeit oder ein Telearbeitsplatz bezeichnet eine Tätigkeit, die Sie für Ihren Arbeitgeber zu Hause, im Home-Office durchführen.

Hier herrscht bei den Begrifflichkeiten jedoch oft Verwirrung:

  • Sie arbeiten bei der »Telearbeit« nicht selbstständig. Sie arbeiten weiterhin für Ihren Arbeitgeber, jedoch an einem Telearbeitsplatz oder im Home-Office.
  • »Heimarbeit« bezeichnet dagegen eine selbständige Tätigkeit, die Sie von zu Hause aus durchführen. Ein typisches Beispiel für Heimarbeit ist die Tätigkeit als Tagesmutter.

Da bei der Telearbeit ein ganz normales Beschäftigungsverhältnis besteht, könnte der Telearbeitsplatz theoretisch in einem Café sein – in der Praxis bietet dagegen das Home-Office weitaus günstigere Konditionen.

Je nachdem, wie gut das Verhältnis zu Ihrem Arbeitgeber ist und wie Ihr Arbeitsvertrag aussieht, stellt der unter Umständen sogar die Einrichtung für den Telearbeitsplatz oder das Home-Office.

Welche Tätigkeiten eignen sich für Telearbeit bzw. einen Telearbeitsplatz?

Es würde hier zu weit führen, eine Liste aller Berufe aufzuführen, die Sie im Home-Office erledigen können. Im Prinzip ist es möglich, alle Arbeiten, die Sie im Büro am PC erledigen, auch an einem Telearbeitsplatz in Ihrem Home-Office durchzuführen.

Typische Beispiele für Telearbeit sind:

  • Erstellen von Texten und Dokumenten
  • Übersetzungen
  • Programmieren
  • Designer
  • Buchhaltung / Steuersachen
  • Telefondienstleistungen

Telearbeit weitet sich immer mehr aus. Dank CAD können heute (zumindest theoretisch) selbst Architekten, Ingenieure und Technische Zeichner in Heimarbeit tätig sein.
Politiker reden schon lange davon, Telearbeit auszuweiten. Ab und zu ist sogar vom Recht auf einen Telearbeitsplatz die Rede. In der Praxis hat sich bis jetzt noch nicht viel getan. Was Heimarbeit bzw. Arbeiten im Home-Office angeht, sind die skandinavischen Länder Deutschland weit voraus.

In der Praxis gibt es nur selten Telearbeit, die zu 100 Prozent im Home-Office stattfindet. Oft wird der größte Teil der Arbeit am Telearbeitsplatz erledigt, der Mitarbeiter muss jedoch in regelmäßigen Abständen in die Firma kommen und an Besprechungen teilnehmen oder erledigte Aufträge abliefern und neue abholen. Trotz Heimarbeit kann es auch notwendig sein, in bestimmten Abständen an Schulungen oder Seminaren teilzunehmen, die der Arbeitgeber durchführt.

Welche Vorteile hat ein Telearbeitsplatz?

Gegenüber Selbständigen in Heimarbeit haben Beschäftigte im Home-Office einige Vorteile. Sie haben zwar einen Telearbeitsplatz und arbeiten zu Hause im Home-Office, sind aber trotzdem fest bei ihrem Arbeitgeber angestellt. Das bedeutet, sie beziehen ein festes Einkommen, haben Anspruch auf Urlaub, besitzen eine Krankenversicherung und zahlen Beiträge in die Renten- und Pflegekasse. Ihre Altersvorsorge ist gesichert. Davon können viele Beschäftigte in Heimarbeit nur träumen.

Dazu kommen noch weitere Vorteile. Bei Telearbeit entfällt der Weg zur und von der Arbeit. Das spart Ihnen nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Sie können sich innerhalb gewisser Grenzen Ihre Arbeit selbst einteilen. Gerade für Mütter ist ein Telearbeitsplatz oft sehr gut geeignet, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

Die Nachteile der Telearbeit

Arbeit im Home-Office ist einsam. Sie sind auf sich allein gestellt. Es fehlt das lockere Geplauder mit den Kollegen. Soziale Kontakte beschränken sich auf das unmittelbare Umfeld (Familie und Nachbarn).

Obwohl Sie bei der Telearbeit mehr Freiheit als im Büro haben, müssen Sie trotzdem Leistung bringen. Der Arbeitgeber erwartet, dass Sie Aufträge fristgemäß und in guter Qualität erledigen. Am Telearbeitsplatz fällt das Arbeiten aber oft schwer, weil Sie leicht abgelenkt werden können.

Die Situation bei Heimarbeit

Wenn Sie Heimarbeit leisten, sieht es noch schlechter aus. In der Regel sind Sie als Selbstständiger bzw. Freiberufler beschäftigt. Das bedeutet, Sie sind auf sich allein gestellt. Für eine gewerbliche Nutzung Ihrer Wohnung benötigen Sie die Genehmigung des Vermieters.

Heimarbeit wird oft von unseriösen Firmen angeboten. Lassen Sie die Finger von allen Angeboten, bei denen Sie Vorkasse bezahlen müssen, dem Anbieter Waren zum Weiterverkauf abkaufen müssen oder an kostenpflichtigen Seminaren oder Schulungen teilnehmen müssen. Kein seriöser Arbeitgeber verlangt bei Telearbeit Vorauszahlung.

Effizient im Home-Office arbeiten

Grundsätzlich gelten im Home-Office dieselben Regeln wie im Büro. Setzen Sie sich feste Zeiten zum Arbeiten und halten Sie sich daran. Übrigens gelten die Arbeitszeitregelungen auch für einen Telearbeitsplatz. Sie dürfen die maximale tägliche Arbeitszeit nicht überschreiten und müssen Pausen einhalten. Lassen Sie sich bei der Telearbeit nicht ablenken, sondern arbeiten Sie konzentriert.

Am besten ist es, wenn Sie den Telearbeitsplatz bzw. das Home-Office in einem separaten Arbeitszimmer einrichten können. Sollte das nicht möglich sein, grenzen Sie für die Telearbeit oder Heimarbeit wenigstens einen Bereich im Wohnzimmer ab. Richten Sie den Telearbeitsplatz oder das Home-Office nicht einfach auf dem Küchentisch ein. Dort werden Sie zu oft gestört und können nicht richtig arbeiten. Wenn Sie in Heimarbeit tätig sein wollen, leisten Sie niemals Vorkasse und klären Sie vorab mit dem Vermieter, ob Sie eine Genehmigung benötigen.

Fazit: Ein Konzept, dass funktioniert!

Telearbeit oder Arbeit im Home-Office hat viele Vorteile. Deswegen wünschen sich viele Arbeitnehmer einen Telearbeitsplatz oder eine Tätigkeit in Heimarbeit. So etwas ist jedoch nicht nur bequem, sondern erfordert viel Selbstdisziplin und die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen.

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